Seit Anfang 2014 werden Studierende durch das soziale Startup DESKAROUND mit der Hamburger Wirtschaft auf eine ganz neue Art und Weise vernetzt. Anlehnend an die immer flexiblere Arbeitswelt hat sich DESKAROUND zum Ziel gesetzt, ungenutzte Schreibtische in Unternehmen freizulegen damit Studierende an diesen lernen, ihre Abschlussarbeiten schreiben oder an Projekten arbeiten können. Berufliche Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche sind inklusive! Als Gegenleistung haben sich die drei Gründer von DESKAROUND verschiedene kleine Aufgaben für die Studierenden überlegt. Dies können kleine, einfache Bürotätigkeiten, Unterstützung bei Projekten oder das Teilen von Forschungsergebnissen sein. Die Gegenleistung kann das Unternehmen individuell mit dem Studierenden abstimmen und auch eigene Ideen einbringen. Wichtig ist, dass sie im Verhältnis fair zum Nutzen des Schreibtisches stehen. Die Vermittlung eignet sich für Unternehmen jeder Größe. Häufig wünschen sich kleine Unternehmen beispielsweise jemanden, der die Stellung hält, um andere Dinge zu erledigen. Es entsteht also eine Win-Win-Situation. Neben der Gegenleistung profitiert das Unternehmen davon, motivierte Studierende kennenzulernen, die auch für eine spätere Zusammenarbeit interessant sein können. Außerdem bringen die Studierenden kreativen Input, inhaltliche Inspiration, neue Lernmethoden oder Herangehensweisen und frischen Wind in die Firmen.

20140702 Netzwerk Gehirn Unternehmen

Studierende erhalten neben den berufsorientierenden Einblicken – ohne dafür ein ganzes Praktikum absolvieren zu müssen – Zugang zu interessanten Kontakten und können schon während des Studiums ihr berufliches Netzwerk aufbauen und erweitern.

Die Gründer, drei Absolventen der HafenCity Universität, haben die Idee von DESKAROUND in einem Semesterprojekt im Studiengang Stadtplanung entwickelt. Ausschlaggebend für die Idee war nicht nur der bereits erwähnte Beitrag zur beruflichen Orientierung der Studierenden sondern zunächst der Umzug der HafenCity Universität, die erst im April 2014 in der Überseeallee direkt am Wasser vertäut wurde. Bereits während der Bauphase wurde klar, dass nicht ausreichend Arbeitsplätze in der Uni zur Verfügung stehen würden. Aus eigener Not heraus – ihnen selbst fehlte ein Arbeitsraum für ihr Projekt– haben sie nicht nur die Idee zu DESKAROUND entwickelt, sie haben sie auch experimentell erforscht, indem sie in unterschiedlichsten Firmen „probegearbeitet“ haben. Die Vernetzung mit dem Stadtteil stand bei der Ideenentwicklung ebenfalls im Vordergrund und so versuchten die Gründer eine Lösung dafür zu finden, dass sich die Studierenden innerhalb des Stadtteils bewegen, um neue interessante Orte im Quartier zu erkunden.
DESKAROUND wird seit Mai 2014 vom Social Impact Start, einem Stipendium für soziale Startups gefördert und ist seit Juli 2014 mit der Beta-Version für Hamburg online www.deskaround.de.

Der erste Kooperationspartner und direkter Nachbar der HafenCity Universität ist designxport. Hier werden konzentrierte Einzelarbeitsplätze und Plätze für Kleingruppen gestellt. Die Nutzer dieser Plätze werden von der inspirierenden Umgebung, großen Designern und den Ausstellungselementen besonders beflügelt.
Weitere Schreibtische gibt es bisher im Social Impact Lab Hamburg neben dem Michel, in dem unterschiedliche soziale Startups arbeiten und im Architekturbüro Stephen Williams Associates am Rödingsmarkt. DESKAROUND ist immer auf der Suche nach Unternehmen, die in das Netzwerk eintreten möchten.

Katharina Sack, Luise Letzner und Thimon Triebel
haben sich im Masterstudiengang Stadtplanung an der HafenCity Universität in Hamburg kennengelernt. Katharina studierte bereits im Bachelor Stadtplanung an der HafenCity Universität und ist heute bei einem Projektentwickler tätig, Luise hat in Malmö European Studies studiert und arbeitet in der strategischen Online-Kommunikation und Thimon hat sein Architekturdiplom in Oldenburg absolviert und arbeitet für ein Hamburger Architekturbüro. Durch ihren interdisziplinären Background ist es ihnen möglich neben diesen Tätigkeiten das Projekt DESKAROUND zu entwickeln.